|
Angie
kam über kleine Umwege zu uns. Eigentlich waren wir auf der Suche
nach einem Labrador Welpen. In Wuppertal Vohwinkel waren im
September 2000 Labbi Mixe abzugeben. Der einzige kleine Rüde gefiel
uns aber nicht. Plötzlich erwähnten die Verkäufer sie hätten da noch
eine Colliehündin von knapp 9 1/2 Monaten. Diese haben sie vor 5
Monaten bei einem Händler aus Mitleid herausgekauft, die kleine
Hündin sei als Zweithund zu ihnen gekommen und würde den alten und
kleineren Ersthund unsanft behandeln. Daher stünde auch sie zum
Verkauf. Wir wollten eigentlich weder einen älteren Hund geschweige
denn einen Collie. Aber da wir schon mal vor Ort waren
................ Angie kam, sah und siegte!! Das war unser Hund, es
machte einfach klick.
3 Tage später holten wir sie ab. Unser gemeinsamer Start war äußerst
schwierig, Angie fraß so gut wie nichts, vertrug dann das angenommene
Futter nicht und nahm zu Anfang rapide an Gewicht ab. Sie hatte eine
chronische Magenschleimhautentzündung, starke Durchfälle und diverse
psychische Macken. Vor Männern hatte sie schreckliche Angst, in
Fahrräder biss sie, Postboten und Jogger wollte sie jagen und
massive Berührungsängste begleiteten sie, sie war extrem wachsam.
Nach einer längeren Verhaltenstherapie haben wir die meisten Macken
in den Griff bekommen, sie ist ein toller Familienhund geworden den
wir nicht mehr missen möchten. Einzig ihre Wachsamkeit, die sich in
lautstarkem Bellen äußert ist zum Teil erhalten geblieben. Und ihr
Hüteinstinkt ist nicht zu unterschätzen, das Menschen- und/oder
Hunderudel muss einfach zusammengehalten werden:-) Anderen Hunden
gegenüber ist sie relativ tolerant, nur zu viel Nähe und
aufdringliches verhalten toleriert sie in
der Wohnung nicht.
Übrigens haben wir ein wenig über Angie's Vergangenheit
herausgefunden:
Sie wurde als einer von 4 Welpen in Ostbevern geboren und mit ca.
der 12. Woche an einen Händler verkauft. Ihre Mutter wurde kurz nach
ihrer Abgabe an den Händler überfahren und verstarb. Bei dem Händler
saß sie gute 4 Wochen bevor ihre Vorbesitzer sie dort rauskauften
und nach weitern 5 Monaten kann sie dann zu uns. Was sie beim
Händler und/oder den Vorbesitzern negatives erlebt hat bleibt wohl
unbekannt, ihr
Verhalten sprach aber Bände :-(
17.11.2008:
Heute haben wir Angie über die Regenbogenbrücke gehen lassen, sie
erkrankte an einem hochbösartigem Nasentumor und innerhalb kurzer
Zeit
ging es ihr zusehends schlechter. Ihre Krankengeschichte werde
ich später hier niederschreiben. |